KIT bringt Schlüsselkompetenzen in Fusionsallianz ein
Baden-Württemberg beteiligt sich künftig an der länderübergreifenden Allianz zur Fusionsforschung, in der mehrere Bundesländer ihre Aktivitäten zur Entwicklung von Fusionsreaktoren bündeln. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bringt dabei maßgeblich die wissenschaftlichen Beiträge ein. Dabei soll es insbesondere darum gehen, technologische Hindernisse auf dem Weg zur praktischen Nutzung der Fusionsenergie zu erkennen und zu beseitigen.
International führende Infrastruktur in Karlsruhe
„Die Entwicklung eines Fusionskraftwerks ist eine enorme Herausforderung, die nur mit langem Atem gelingen kann. Am KIT gehören wir schon seit vielen Jahren zur Weltspitze bei der Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in robuste Technologie“, sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des KIT. „Die Fusionsallianz bietet nun den passenden Rahmen, diese Arbeiten gemeinsam mit starken Partnern zu beschleunigen.“
Die Forschung am KIT konzentriert sich auf zentrale Voraussetzungen für künftige Fusionskraftwerke. Dazu zählen insbesondere die Versorgung mit dem Brennstoff Tritium, der Aufbau geschlossener Brennstoffkreisläufe sowie die Entwicklung und Erprobung von Materialien, die den extremen Belastungen der Fusion standhalten. Mit spezialisierten Laboren und international einzigartigen Forschungsinfrastrukturen schafft das KIT damit zentrale technologische Voraussetzungen, um Fusionsenergie langfristig als CO₂-freie Energiequelle nutzbar zu machen und die Rolle Deutschlands in der internationalen Fusionsforschung zu stärken.
mhe, 08.01.2026
