KIT veröffentlicht Positionspapier zu sicherheitsrelevanter Forschung
Vor dem Hintergrund einer sich global verändernden Sicherheitslage will das KIT mit Forschung und Innovation gezielt Deutschlands und Europas Sicherheit und Souveränität stärken.
Ein jetzt vom Präsidium veröffentlichtes Positionspapier formuliert die Bereitschaft des KIT, wissenschaftliche Beiträge zur Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit und damit zur Resilienz der Demokratie zu leisten. Es unterstreicht außerdem die Notwendigkeit einer kritisch-reflektierten und ethisch fundierten Herangehensweise. „Die sich verändernde geopolitische Lage hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Sicherheit“, sagt Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT. „Wir stehen für Grundwerte wie Demokratie und Freiheit, auch der Wissenschaftsfreiheit. Gleichzeitig haben wir gegenüber der Gesellschaft unsere Verpflichtungen. Deshalb sind wir entschlossen, durch unsere Arbeit Sicherheit zu stärken und als öffentliche Forschungseinrichtung zum Gemeinwohl beizutragen.“
Dem Positionspapier vorausgegangen ist ein Fachstrategieprozess. Ausgehend von einer Senatsklausur hatten seit Anfang Herbst 2025 Forschende mit dem Präsidium Rolle und Verantwortung des KIT reflektiert und ausgewählte Forschungsansätze mit Sicherheitsbezug systematisch betrachtet. In Arbeitsgruppen ging es unter anderem um den Schutz kritischer Infrastruktur mit dem Ziel, die Versorgungssicherheit zu stärken, sowie die Bedeutung digitaler Souveränität und die Abwehr von Cyberangriffen. Diskutiert wurde auch sicherheitsbezogene Robotik zum Schutz von Menschen, Sensorik und Kommunikation, etwa um Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und zu warnen. Systems Engineering spielte ebenso eine Rolle wie die Entwicklung von Drohnen und Drohnenabwehrtechnologie.
In den nächsten Schritten wird das KIT die internen Rahmenbedingungen klären. Prominent mit eingebunden ist dabei die Ethikkommission. „Dem Präsidium ist es wichtig, diesen Weg transparent zu gestalten und die Leitplanken für das weitere Vorgehen frühestmöglich zu skizzieren“, so Hesthaven. „Es ist unabdingbar, sich zum Thema sicherheitsrelevante Forschung zu positionieren und eine klare Haltung zu haben.“
Positionspapier: Sicherheitsrelevante Forschung @ KIT
ckö, 17.04.2026
